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16. Juli 2010

Michael Jung gewinnt im DHL-Preis Eventing Dressur
Alle deutschen Teamreiter unter den Top 12

Michael Jung konnte seine Führung halten. Mit 38,20 Punkten setzte sich der aus dem baden-württembergischen Horb-Altheim stammende Reiter an die Spitze und blieb dort über die gesamte Prüfung. Damit siegte Michael Jung im DHL-Preis Eventing Dressur beim CHIO Aachen 2010, Weltfest des Pferdesports, auf Weidezaunprofis River of Joy mit 38,20 Punkten. Platz zwei ging an die Britin Emily Baldwin auf Drivetime vor der Belgierin Karin Donckers mit Gazelle de la Brasserie CH. Platz vier, fünf und sechs blieben in deutscher Hand: Dirk Schrade auf Gadget de la Cere, Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas und Andreas Dibowski auf Euroridings Butts Leon. „Letztlich geht es um Nuancen bei den Lektionen, das wäre schon ein Jammern auf hohem Niveau, wollten wir uns beschweren über die Leistung unserer Reiter“, zog der deutsche Bundestrainer Hans Melzer sein Fazit. Bereits heute Abend werden zwei von insgesamt drei Wertungsprüfungen entschieden sein, denn das Springen beginnt um 17.30 Uhr im Hauptstadion.

Das Weltfest des Pferdesports ist auch für die „Buschis“ eine Etappe in Richtung Weltreiterspiele in Kentucky. „Wir haben hier neun Pferde, die auf der Longlist für Kentucky stehen, am Start“, berichtet Bundestrainer Melzer. Im Team für den Nationenpreis stehen Dirk Schrade auf dem 14-jährigen Holsteiner King Milford xx-Sohn King Artus, Michael Jung mit dem Baden-Württemberger Rubicell-Sohn Weidezaunprofi’s River of Joy (9), Ingrid Klimke mit dem 13-jährigen Hannoveraner FRH Butts Abraxxas von Heraldik xx und Andreas Dibowski. Er hat den 13-jährigen Heraldik xx-Sohn Euroriding Butts Leon am Start. „Wenn man ein Team aufstellt, kalkuliert man mit den Paaren, die ihre Leistung in den letzten Monaten beständig gezeigt haben“, so Melzer. Der Sieger Michael Jung ist in allen Sätteln erfolgreich und hat neben 28 Siegen und hohen Platzierungen bis CCI**** 13 Dressur-Erfolge auf S-Niveau bis Intermediaire I und im Springsattel bereits 58 S-Platzierungen geholt.

Morgen geht es auf die Vielseitigkeitsstrecke, das Herz dieses Sports. „Die Strecke ist gestaltet wie ein Championatskurs. Da können schnell Fehler entstehen, beispielsweise wenn ein Pferd an einem Hindernis vorbeiläuft. Es wird nicht so einfach sein, in der Zeit zu bleiben. Aber das macht auch den Reiz aus, dass die Reiter riskieren müssen, den direkten Weg zu reiten, um in der Optimalzeit zu bleiben“, so Melzer. „Bereits am ersten Wasserhindernis werden einige Schwierigkeiten abfragt, knifflig kann auch die Sunken Road werden. Man muss schon sehr im Gleichgewicht sein und seine Pferde exakt an den Hilfen haben, um hier im Aachener Gelände eine gute Runde zu zeigen“, so Vorjahressieger Frank Ostholt. Er hat sich viel vorgenommen: „Ich will im Springen und Gelände fehlerfrei bleiben. Mein Pferd Mr. Medicott ist in diesem Jahr noch nicht so viele Prüfungen gegangen. Also müssen wir nun angreifen.“

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