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Aachen, 21. Januar 2010

CHIO Aachen 2010 als Pilotprojekt
Dressur
Neues olympisches Format wird beim Weltfest des Pferdesports
getestet attraktive Neuerungen
Wie faszinierend der Dressursport sein kann,
wissen Sportfans aus aller Welt spätestens seit der Reit-WM
Aachen 2006. Vor 40.000 Zuschauern ritten die internationalen
Dressurstars in der Aachener Soers unter Flutlicht um den
Titel des Weltmeisters, die Wettbewerbe wurden live in alle
Welt übertragen.
Nach den Olympischen Spielen 2008 hat der internationale
Pferdesportverband FEI eine Task Force Dressage
eingesetzt. Unter dem Vorsitz von Frank Kemperman, Turnierdirektor
des Weltfests des Pferdesports, CHIO Aachen, wurden Vorschläge
für die Zukunft des Dressursports entwickelt. Wir
wollen den Sport noch attraktiver und verständlicher
machen, so Kemperman. Die Generalversammlung der FEI
hat die Ideen im November in Kopenhagen bereits genehmigt.
Neben detaillierten Vorschlägen zur Verbesserung
des Richtverfahrens ist die Änderung des Prüfungsformats
bei Olympischen Spielen das wichtigste Ergebnis der Arbeit
der Task Force. Die Mannschaftswertung wird nun im Grand Prix
Special entschieden. Gestartet wird in umgedrehter Reihenfolge
zu den Ergebnissen aus dem Grand Prix. Der Nationenpreis
ist dadurch deutlich aufgewertet, es wird viel spannender
zugehen sagt Frank Kemperman.
Das neue Format sieht nun für den CHIO
Aachen 2010 folgendes Muster vor:
- Donnerstag: Preis der TESCHINKASSO, Grand
Prix (1.Wertungsprüfung Einzel und 1.Wertungsprüfung
Mannschaft)
- Samstag: MEGGLE-Preis, Grand Prix Special
(2. Wertungsprüfung Einzel und Lambertz Nationenpreis
Finale Mannschaft)
- Sonntag: Deutsche Bank Preis, Grand
Prix Kür (Finale Einzelwertung)
Auch das 3+1 wird bereits beim kommenden
CHIO Aachen Anwendung finden. Ein Land darf vier Reiter mitbringen,
aber nur drei werden für die Mannschaft starten
es gibt also kein Streichergebnis mehr.
Bei den Richtverfahren werden in Aachen ebenfalls
neue Ideen ausprobiert. Der Sport soll dadurch gerechter
und transparenter werden, erläutert Frank Kemperman.
Die wichtigsten sind:
Mehr Richter: Versuchsweise werden bei ausgewählten
Prüfungen sieben statt bislang fünf Richter eingesetzt
werden.
Halbe Noten: Statt ausschließlich ganzer Noten, dürfen
die Richter fortan auch halbe Noten vergeben.
Kür mit Musik: Die Richter übernehmen verschiedene
Aufgaben. Während ein Richter beispielsweise nur für
die Bewertung der Technik verantwortlich ist, konzentriert
sich ein anderer ausschließlich auf die Artistik.
Supervisory Panel: Auch die Richter werden beurteilt, die
Mitglieder des Panels testen, ob in Zukunft auch Noten korrigiert
werden sollen.
Tickethotline: 0241-917-1111 oder direkt
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